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Es werden Posts vom November, 2026 angezeigt.

Nennen ist nicht erklären: Wie Aufgabenoperatoren unser Denken steuern

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  Warum ein einziges Verb darüber entscheiden kann, welche geistige Leistung eine Schulaufgabe verlangt – und weshalb die Grenzen zwischen Beschreiben, Erklären, Begründen, Vergleichen und Beurteilen nicht immer dort verlaufen, wo wir sie vermuten. Ein einziges Wort verändert die Aufgabe Stellen wir uns eine einfache Situation vor. Auf dem Tisch stehen zwei Gläser mit Wasser. Das erste enthält kaltes Wasser. Das zweite enthält warmes Wasser. In beide Gläser wird dieselbe Menge Zucker gegeben. Nun erhält ein Schüler sechs Aufgaben: Nenne die verwendeten Materialien. Beschreibe, was du beobachtest. Erkläre, warum sich der Zucker unterschiedlich schnell lösen kann. Begründe, warum die Wassertemperatur bei diesem Versuch berücksichtigt werden muss. Vergleiche die beiden Versuchsbedingungen. Beurteile, ob dieser Versuch eine allgemeine Aussage über die Lösungsgeschwindigkeit erlaubt. Sechs Aufgaben. Dieselbe Situation. Dieselben Gegenstände. Aber sechs unterschiedliche Anforderungen an ...

Warum Deutsch die Zeit nicht immer zurückschiebt: Was indirekte Rede wirklich verändert

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Konjunktiv I, Zeitbezug und die Frage, wem eine Aussage eigentlich gehört Von Tymur Levitin — Language Thinking Laboratory „Wer eine fremde Aussage wiedergibt, verschiebt nicht unbedingt die Zeit. Manchmal verschiebt er nur die Verantwortung für die Aussage.“ — Tymur Levitin Eine Frau sagt am Montag: „Ich komme morgen.“ Am Donnerstag berichtet jemand über dieses Gespräch: Sie sagte, sie werde am nächsten Tag kommen. Der Donnerstag ist inzwischen da. Der angekündigte Dienstag liegt bereits in der Vergangenheit. Trotzdem steht in der indirekten Rede: sie werde kommen. Warum? Warum verwandelt das Deutsche die Ankündigung nicht automatisch in eine Vergangenheitsform? Und warum kann ein deutscher Satz etwas anderes hervorheben als ein englischer Satz, obwohl beide dieselbe ursprüngliche Äußerung wiedergeben? Die Antwort führt zu einer Unterscheidung, die in vielen Grammatikübungen zu kurz kommt: Die Zeit eines Ereignisses und die Herkunft einer Aussage sind zwei verschiedene Informationen. ...